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Allgemeines & Profil des Studiengangs

1. Was ist Erlebnispädagogik und Outdoor Learning — und wie verbindet der Master beide Ansätze wissenschaftlich und praxisnah?

Erlebnispädagogik und Outdoor Learning (Outdoor Training) sind Ansätze des erfahrungsbasierten Lernens, bei denen Lernprozesse durch konkrete Handlungssituationen, Naturerfahrung und reflektierte Praxis angestoßen werden.

Der Master verbindet diese Ansätze mit erziehungs-, sozial- und sportwissenschaftlicher sowie systemischer Theorie. Handlungsorientierte Problemstellungen und Outdoor-Settings werden praktisch erprobt, wissenschaftlich analysiert, sowie evaluiert und professionell eingeordnet.

2. Worin liegt der besondere Fokus auf systemischer Erlebnispädagogik?

Der Studiengang legt einen Schwerpunkt auf systemische Erlebnispädagogik. Das bedeutet: Erlebnisse werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Kontext von Gruppen, Organisationen und sozialen Systemen analysiert.

Systemische Gesprächsführung, Prozessgestaltung und Handlungsorientierung stehen im Zentrum. Ziel ist die Entwicklung professioneller Steuerungs- und Reflexionskompetenz.

3. Für welche beruflichen Zielgruppen ist der Master geeignet?

Der berufsbegleitende Master richtet sich an Fachkräfte aus:

  • Sozialer Arbeit
  • Pädagogik und Erwachsenenbildung
  • Schule und Schulsozialarbeit
  • Jugendhilfe
  • Therapie und Beratung
  • Prävention und Gesundheitsförderung
  • Outdoor- und Erlebnispädagogik

Er eignet sich besonders für Personen, die ihre Praxis wissenschaftlich fundieren und sich für Leitungs- oder Konzeptionsaufgaben qualifizieren möchten.

4. Welche Zusatzqualifikation bietet der Master gegenüber klassischen Weiterbildungen?

Im Unterschied zu rein praxisorientierten Weiterbildungen vermittelt der Master:

  • wissenschaftliche Fundierung
  • empirische Methodenkompetenz
  • systemische Theorie
  • Qualitäts- und Evaluationskompetenz
  • akademischen Abschluss (Master of Arts)

Er verbindet praktische Handlungskompetenz mit wissenschaftlicher Systematisierung.

Studieninhalte & Module

5a. Welche Schwerpunkte setzt der Master in Sportpädagogik, Outdoor Learning und handlungsorientiertem Lernen?

Der Master verbindet Sportpädagogik, Outdoor Learning und handlungsorientiertes Lernen zu einem integrierten Bildungsansatz.

In der Sportpädagogik steht Lernen in Bewegung als Entwicklungs- und Erfahrungsprozess im Mittelpunkt. Outdoor Learning wird als didaktisch gestalteter Natur- und Erfahrungsraum reflektiert.

Handlungsorientiertes Lernen wird systemisch fundiert: Erlebnisse werden geplant, begleitet, ausgewertet und nachhaltig in Lern- und Entwicklungsprozesse überführt.

5b. Welche Schwerpunkte setzt der Master in Erziehungswissenschaft und Erlebnispädagogik?

Im Bereich Erziehungswissenschaft vermittelt der Master grundlegende Theorien zu Bildung, Lernen, Sozialisation und Professionalisierung sowie Kenntnisse zu pädagogischer Diagnostik, Reflexion und Qualitätsentwicklung.

In der Erlebnispädagogik liegt der Fokus auf der systemischen Gestaltung erfahrungsbasierter Lernprozesse: Planung, Durchführung und Auswertung von erlebnis- und naturbezogenen Settings, Gruppen- und Prozessbegleitung sowie verantwortungsvolles Risiko- und Sicherheitsmanagement.

Ziel ist die Verbindung von wissenschaftlicher Fundierung und professioneller Handlungskompetenz im erlebnispädagogischen Feld.

6. Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)?

Nachhaltigkeit und Naturbezug sind integrale Bestandteile. Der Studiengang greift Konzepte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf und reflektiert die Verantwortung pädagogischen Handelns im Kontext ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Herausforderungen.

7. Welche psychologischen Grundlagen werden vermittelt?

Der Master behandelt Grundlagen aus:

  • Motivationspsychologie
  • Gruppendynamik
  • Prozesse des menschlichen Erlebens und Verhaltens
  • Resilienzförderung
  • Erlebnistherapie (theoretische Zugänge)

Ziel ist ein fundiertes Verständnis individueller und gruppenbezogener Lern- und Veränderungsprozesse.

8. Wie werden empirische Methoden, Evaluation und Statistik angewendet?

Studierende lernen, erlebnispädagogische Maßnahmen empirisch zu evaluieren, qualitative und quantitative Methoden anzuwenden und Projekte wissenschaftlich zu reflektieren. Qualitätssicherung und Wirkungsanalyse spielen eine zentrale Rolle.

9. Welche praxisorientierten Methoden werden vermittelt?

Vermittelt werden u. a.:

  • systemische Gesprächsführung
  • Prozessbegleitung
  • Risiko- und Sicherheitsmanagement
  • handlungsorientierte Gruppenmethoden
  • Anleitung ausgewählter Outdoor-Formate (z. B. Kanu, Hochseilgarten – je nach Modul)

Praxis wird stets vor dem Hintergrund des eigenen Erlebens betrachtet und wissenschaftlich reflektiert.

Studienformat & Organisation

10. Wie ist der Master berufsbegleitend aufgebaut?

Der Studiengang ist als Blended-Learning-Format konzipiert. Präsenzphasen (überwiegend an Wochenenden) werden mit digitalen Lehrformaten und begleitetem Selbststudium kombiniert. Dadurch bleibt das Studium mit beruflicher Tätigkeit vereinbar.

11. Wie hoch ist der zeitliche Aufwand?

Der durchschnittliche Arbeitsaufwand beträgt ca. 15–20 Stunden pro Woche. Durch die Blockstruktur und digitale Elemente ist das Studium mit einer Vollzeitstelle grundsätzlich vereinbar.

Bewerbung, Zulassung & Prüfungswesen

12. Welche Zulassungsvoraussetzungen gelten?

Vorausgesetzt wird ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss. Bei einem 180-ECTS-Abschluss kann die Zulassung erfolgen, sofern zusätzliche Kompetenzen nachgewiesen werden, sodass insgesamt 300 ECTS erreicht werden. Anrechenbar sind u.a. Berufserfahrung, (akademische) Weiterbildungen, etc. Einschlägige Berufserfahrung ist erwünscht

13. Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab?

Das genaue Bewerbungsverfahren wird in Kürze bekannt gegeben.

14. Welche Prüfungsformen gibt es?

Die Prüfungen sind kompetenzorientiert und umfassen:

  • Mündliche Prüfungen
  • Schriftliche Prüfungen
  • Praktische Prüfungen
  • Daraus resultierend kombinierte Prüfungsformen
  • Portfolioprüfungen
  • Masterarbeit mit Kolloquium

Finanzierung, Gebühren & Anerkennung

15. Warum fallen Studiengebühren an?

Der Master ist ein weiterbildender, berufsbegleitender Studiengang. Weiterbildende Masterprogramme sind gemäß Hochschulrecht gebührenpflichtig, da sie zusätzlich zu den grundständigen Studienangeboten angeboten werden und besondere organisatorische und personelle Ressourcen erfordern.

16. Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Mögliche Optionen:

  • Arbeitgeberzuschuss
  • steuerliche Absetzbarkeit
  • Bildungsurlaub (je nach Bundesland)
  • Förderprogramme oder Stiftungen
17. Ist der Master akkreditiert und staatlich anerkannt?

Der Studiengang wird gemäß den geltenden hochschulrechtlichen Vorgaben eingerichtet und ist damit staatlich anerkannt. Eine Akkreditierung erfolgt nach den einschlägigen Qualitätsstandards. Eine Zertifizierung nach beQ-Standards ist gegeben.

Berufliche Perspektiven

18. Welche beruflichen Perspektiven eröffnet der Master?

Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich je nach Vorbildung für:

  • Leitungsfunktionen in der Erlebnispädagogik
  • Konzeptentwicklung und Qualitätsmanagement
  • Beratung und Prozessbegleitung
  • Projektleitung in Jugendhilfe, Schule oder Erwachsenenbildung
  • selbstständige Tätigkeit
19. Welche Rolle spielt der Master für Leitungs- und Qualitätsfunktionen?

Der Studiengang vermittelt strategische, systemische und evaluative Kompetenzen, die für Leitungsaufgaben, Projektverantwortung und Qualitätsentwicklung im pädagogischen Bereich zentral sind. Er befähigt zur professionellen Steuerung komplexer Bildungs- und Entwicklungsprozesse.