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Allgemeines & Profil des Studiengangs
Erlebnispädagogik und Outdoor Learning (Outdoor Training) sind Ansätze des erfahrungsbasierten Lernens, bei denen Lernprozesse durch konkrete Handlungssituationen, Naturerfahrung und reflektierte Praxis angestoßen werden.
Der Master verbindet diese Ansätze mit erziehungs-, sozial- und sportwissenschaftlicher sowie systemischer Theorie. Handlungsorientierte Problemstellungen und Outdoor-Settings werden praktisch erprobt, wissenschaftlich analysiert, sowie evaluiert und professionell eingeordnet.
Der Studiengang legt einen Schwerpunkt auf systemische Erlebnispädagogik. Das bedeutet: Erlebnisse werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Kontext von Gruppen, Organisationen und sozialen Systemen analysiert.
Systemische Gesprächsführung, Prozessgestaltung und Handlungsorientierung stehen im Zentrum. Ziel ist die Entwicklung professioneller Steuerungs- und Reflexionskompetenz.
Der berufsbegleitende Master richtet sich an Fachkräfte aus:
- Sozialer Arbeit
- Pädagogik und Erwachsenenbildung
- Schule und Schulsozialarbeit
- Jugendhilfe
- Therapie und Beratung
- Prävention und Gesundheitsförderung
- Outdoor- und Erlebnispädagogik
Er eignet sich besonders für Personen, die ihre Praxis wissenschaftlich fundieren und sich für Leitungs- oder Konzeptionsaufgaben qualifizieren möchten.
Im Unterschied zu rein praxisorientierten Weiterbildungen vermittelt der Master:
- wissenschaftliche Fundierung
- empirische Methodenkompetenz
- systemische Theorie
- Qualitäts- und Evaluationskompetenz
- akademischen Abschluss (Master of Arts)
Er verbindet praktische Handlungskompetenz mit wissenschaftlicher Systematisierung.
Studieninhalte & Module
Der Master verbindet Sportpädagogik, Outdoor Learning und handlungsorientiertes Lernen zu einem integrierten Bildungsansatz.
In der Sportpädagogik steht Lernen in Bewegung als Entwicklungs- und Erfahrungsprozess im Mittelpunkt. Outdoor Learning wird als didaktisch gestalteter Natur- und Erfahrungsraum reflektiert.
Handlungsorientiertes Lernen wird systemisch fundiert: Erlebnisse werden geplant, begleitet, ausgewertet und nachhaltig in Lern- und Entwicklungsprozesse überführt.
Im Bereich Erziehungswissenschaft vermittelt der Master grundlegende Theorien zu Bildung, Lernen, Sozialisation und Professionalisierung sowie Kenntnisse zu pädagogischer Diagnostik, Reflexion und Qualitätsentwicklung.
In der Erlebnispädagogik liegt der Fokus auf der systemischen Gestaltung erfahrungsbasierter Lernprozesse: Planung, Durchführung und Auswertung von erlebnis- und naturbezogenen Settings, Gruppen- und Prozessbegleitung sowie verantwortungsvolles Risiko- und Sicherheitsmanagement.
Ziel ist die Verbindung von wissenschaftlicher Fundierung und professioneller Handlungskompetenz im erlebnispädagogischen Feld.
Nachhaltigkeit und Naturbezug sind integrale Bestandteile. Der Studiengang greift Konzepte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf und reflektiert die Verantwortung pädagogischen Handelns im Kontext ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Herausforderungen.
Der Master behandelt Grundlagen aus:
- Motivationspsychologie
- Gruppendynamik
- Prozesse des menschlichen Erlebens und Verhaltens
- Resilienzförderung
- Erlebnistherapie (theoretische Zugänge)
Ziel ist ein fundiertes Verständnis individueller und gruppenbezogener Lern- und Veränderungsprozesse.
Studierende lernen, erlebnispädagogische Maßnahmen empirisch zu evaluieren, qualitative und quantitative Methoden anzuwenden und Projekte wissenschaftlich zu reflektieren. Qualitätssicherung und Wirkungsanalyse spielen eine zentrale Rolle.
Vermittelt werden u. a.:
- systemische Gesprächsführung
- Prozessbegleitung
- Risiko- und Sicherheitsmanagement
- handlungsorientierte Gruppenmethoden
- Anleitung ausgewählter Outdoor-Formate (z. B. Kanu, Hochseilgarten – je nach Modul)
Praxis wird stets vor dem Hintergrund des eigenen Erlebens betrachtet und wissenschaftlich reflektiert.
Studienformat & Organisation
Der Studiengang ist als Blended-Learning-Format konzipiert. Präsenzphasen (überwiegend an Wochenenden) werden mit digitalen Lehrformaten und begleitetem Selbststudium kombiniert. Dadurch bleibt das Studium mit beruflicher Tätigkeit vereinbar.
Der durchschnittliche Arbeitsaufwand beträgt ca. 15–20 Stunden pro Woche. Durch die Blockstruktur und digitale Elemente ist das Studium mit einer Vollzeitstelle grundsätzlich vereinbar.
Bewerbung, Zulassung & Prüfungswesen
Vorausgesetzt wird ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss. Bei einem 180-ECTS-Abschluss kann die Zulassung erfolgen, sofern zusätzliche Kompetenzen nachgewiesen werden, sodass insgesamt 300 ECTS erreicht werden. Anrechenbar sind u.a. Berufserfahrung, (akademische) Weiterbildungen, etc. Einschlägige Berufserfahrung ist erwünscht
Das genaue Bewerbungsverfahren wird in Kürze bekannt gegeben.
Die Prüfungen sind kompetenzorientiert und umfassen:
- Mündliche Prüfungen
- Schriftliche Prüfungen
- Praktische Prüfungen
- Daraus resultierend kombinierte Prüfungsformen
- Portfolioprüfungen
- Masterarbeit mit Kolloquium
Finanzierung, Gebühren & Anerkennung
Der Master ist ein weiterbildender, berufsbegleitender Studiengang. Weiterbildende Masterprogramme sind gemäß Hochschulrecht gebührenpflichtig, da sie zusätzlich zu den grundständigen Studienangeboten angeboten werden und besondere organisatorische und personelle Ressourcen erfordern.
Mögliche Optionen:
- Arbeitgeberzuschuss
- steuerliche Absetzbarkeit
- Bildungsurlaub (je nach Bundesland)
- Förderprogramme oder Stiftungen
Der Studiengang wird gemäß den geltenden hochschulrechtlichen Vorgaben eingerichtet und ist damit staatlich anerkannt. Eine Akkreditierung erfolgt nach den einschlägigen Qualitätsstandards. Eine Zertifizierung nach beQ-Standards ist gegeben.
Berufliche Perspektiven
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich je nach Vorbildung für:
- Leitungsfunktionen in der Erlebnispädagogik
- Konzeptentwicklung und Qualitätsmanagement
- Beratung und Prozessbegleitung
- Projektleitung in Jugendhilfe, Schule oder Erwachsenenbildung
- selbstständige Tätigkeit
Der Studiengang vermittelt strategische, systemische und evaluative Kompetenzen, die für Leitungsaufgaben, Projektverantwortung und Qualitätsentwicklung im pädagogischen Bereich zentral sind. Er befähigt zur professionellen Steuerung komplexer Bildungs- und Entwicklungsprozesse.